Via de la Plata

26.Etappe:Lubian – A Gudina (25 km)

Sollte ich jemals eine zweite berufliche Karriere starten wollen,so käme dafür nur die des Balletttänzers in Frage.Ich starte in Sandalen und der Weg ist grauenhaft.Immer wieder versuche ich, auf einem trockenen Fleck aufzusetzen.Der Weg steigt steil an,es ist neblig und in der Nacht hat es geregnet.Irgendwann geht es in Sandalen beim besten Willen nicht mehr weiter.

Kilometerlang den Berg hoch

Also ziehe ich die Wanderschuhe an und der Druck auf den Zeh ist erträglich.Der Weg zieht und zieht sich,alles ist in Nebel gehüllt.Endlich oben.Hier am Pass verläuft die Grenze zu Galicien und prompt beginnt es zu regnen und es wird bis spät abends nicht mehr aufhören.Die 15 km zum Etappenziel führen durch eine zerklüftete Berglandschaft mit ständigem auf und ab und das auf völlig vermatschten Wegen.Der Regen wird stärker,die Schuhe sind nass und es ist kalt. 8 Grad mit Gegenwind.Jetzt am warmen Ofen sitzen!!.Volker und Christine haben den ersten Teil der Etappe mit dem Taxi zurückgelegt und so sich den schlimmsten Teil erspart.Bei mir war schon ein bisschen Ehrgeiz im Spiel,nachdem ich ja in Salamanca die Zwangspause hatte,wollte ich jetzt den Weg bis Ourense laufen.Aber es war hart.Die Herberge ist neu, Fußbodenheizung, aber keine Decken.Meine Regenjacke und Hose haben dicht gehalten,bis auf die nassen Socken bin ich trocken geblieben.Eine heisse Dusche und ich bin wie neugeborenen.Jetzt noch ein gutes Abendessen, dann kann der morgige Tag kommen,der mit 34 km auch wieder hart zu werden verspricht.

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