Ich bin in einem Hotel in Mahout. Auf den fast 150km vom Startort heute morgen gab es nichts. Absolut nichts! Ein Beduinendorf in den Dünen und ansonsten nur Wüste.






Bei Sonnenaufgang sah ich den Fischern beim Entladen zu. Es muss ein knochenharter Job sein, da draußen nachts zu fischen.



Dann begann meine Tour. Ich hatte 100 km geplant und dann evtl. auf die Insel Masira überzusetzen. Der Wind war günstig, die Strecke leicht wellig und führte fast schnurgerade entlang der Küste, später mehr im Landesinneren. Die einzige Abwechslung waren die Kamele.


Obwohl es noch früh war, überlegte ich, wo man hier zelten könnte. Im Grunde nirgends. Um halb zwei kam ich nach 100 km an die Kreuzung,wo es nach Masira zur Fähre ging. Hier traf ich einen jungen Motorradfahrer aus Dubai, der gerade von der Insel kam. Er meinte, nichts, was man unbedingt sehen müsste.Eine Straße führt einmal drumrum. Dafür gab er mir denn Tip, dass in ca. 50 km ein Ort käme mit Gasthäusern. Ich rechnete kurz und kam zum Schluss, dass das machbar wäre.Er gab mir noch 2 Dosen Thunfischsalat und fuhr davon. Unterwegs hatte ein Auto angehalten, der Fahrer lud mich zu sich nach Hause ein,leider in der falschen Richtung.
Es war auch mental eine ganz schöne Herausforderung,so eine Strecke zu fahren.Der Verkehr war gering, später gab es auch keinen Seitenstreifen mehr. Aber die Autos, hauptsächlich Laster, fuhren sehr manierlich.
Endlich kam ich in Mahout an. Gleich am Ortseingang gab’s ein Hotel, für 15 Rial nahm ich ein Zimmer. Sehr groß und sauber.
Zu essen habe ich noch, heute gehe ich nicht mehr vor die Tür.Beim Duschen merkte ich, wie sehr ich mir die Beine verbrannt hatte. Es war heute richtig heiß und die Sonne gnadenlos. Die nächsten Tage werde ich wohl mit langer Hose fahren müssen.