Pilgern mit einer Gruppe heißt immer Gemeinschaft auf Zeit.Man weiß es,trotzdem fällt der Abschied von meinen Mitwandereren heute morgen schwer .
Es ist sehr ruhig,die frühen Morgenstunden sind mir am liebsten.Der Himmel ist bewölkt und es ist kühler als die Tage zuvor.Auf gutem Weg geht’s leicht bergauf,vorbei an einem Schweinemastbetrieb mit entsprechendem Geruch.

Ich nähere mich Magacela.Von der Lage her bestimmt der spektakulärste Ort meiner Tour.

Und so sieht das Ganze von hinten aus:

La Haba ist ein kleiner Ort,hat aber einen Laden.Man muss solche Dinge vorher recherchieren,sonst heißt es hungern.
Dann auf zur Albergue.

Ich gebe die Sätze,die ich sprechen will,in meine Übersetzungsspp ein, übe ein wenig und rufe dann an.Alles klappt,5 min später kommt die sehr freundliche Hospitalera (?) mit dem Schlüssel.Ich bin allein im Zimmer,das norwegische Paar,das später kommt,hat ein eigenes.
Himmlische Ruhe.Ich hole fehlenden Schlaf nach.Die heutige Etappe war nicht besonders lang oder schwer,aber irgendwie fühlte ich mich nicht richtig fit.Der harte Untergrund der letzten Tage macht meinen Füßen doch zu schaffen.
Erstaunlicherweise ging es heute zum Schluss mal nicht steil bergauf, dafür war die letzte der ca. 50 “ Pfützen“ besonderes tückisch.Also mal wieder nasse Füße.Aber es ist ja nicht mehr weit bis zum Ziel.