Neuer Beitrag · Usbekistan 2025

Taschkent ( Altstadt)

Ich steige an der Metrostation Chorsu aus. Hier befindet sich auch der riesige Chorzu-Bazar. Was es hier nicht gibt, gibt es nirgendwo. Das Ganze hat durchaus System und ist nach Bereichen geordnet.

Zum Teil überdacht, zum Teil im Freien, packen die Obst- und Gemüsehändler schon um 10 Uhr morgens ein.

Ich verlasse dem Markt, werde aber auf dem Rückweg zum Essen in der Markthalle noch mal zurückkommen. Die Sowjets haben ihre breiten Straßen rücksichtslos durch die Altstadt von Taschkent getrieben, so dass nicht mehr viel ursprüngliches erhalten ist. Heute versucht man durch Neubauten im alten Stil das ganze wiederherzustellen. So könnte es früher hier ausgesehen haben:

Noerdlich des Bazars führt mein Weg zu den Mausoleen berühmter Imane. Allmählich habe ich das Gefühl, an der Seidenstraße angekommen zu sein.

Der Komplex rund um die Hazrati-Imam- Moschee ist riesig. Überall wird gebaut, gewerkelt, gepflastert und natürlich gereinigt. Es ist heiß, ich gehe in eins der Mausoleen hinein. Drinnen ist es ziemlich dunkel und es gibt nicht viel zu sehen. Hier in der Altstadt sind jetzt auch einige Reisegruppen zu sehen, ich bin aber eigentlich froh, allein unterwegs zu sein. Mein kulturelles Interesse, wer in welchem Mausoleum liegt und was die Koraninschriften bedeuten, hält sich in Grenzen. Meine kulinarischen Interessen bringen mich zurück zum Markt, wo ich zu Mittag esse:

Nein, das nicht

Ich bestelle mir einen Schaschlikspieß, an meinen Tisch setzt sich noch eine Familie mit Kleinkindern, die nicht essen wollen und schreien. Der Vater droht ihnen Schläge mit dem Brotkorb an, ob im Ernst oder nicht, weiß ich nicht. Die Oma schlürft derweil die Suppe und Salat.

Nach dem Essen marschiere ich wieder Richtung Neustadt, die Skyline der Taschkenter Innenstadt immer im Blick.

Die CityMall könnte in jeder anderen Großstadt stehen, mit den üblichen Geschäften und Foodcourts. Aber es ist klimatisiert und es gibt einen riesigen Outdoorladen. Ich brauche nichts. Bei den Preisen frage ich mich, wie die Usbeken sich das leisten können, zumindest bei den ausländischen Marken. Hier im Einkaufszentrum kann man auch Autos kaufen, chinesische E- Autos in allen Variationen.

Ein besonders üppiges Schlachtschiff von BYD kostet umgerechnet 31000€. Vielleicht sollte ich…… ?

Allmaehlich werde ich müde und spüre meine Beine. Gestern und heute bin ich viel herumgelaufen. In der Fußgängerzone setze ich mich in ein Cafe und drinke einen Latte, der gut schmeckt. Eigendlich wollte ich mit dem Taxi zurück, aber die Metrostation ist nur wenige Meter entfernt. Also rein ins Getümmel und umsonst gefahren, da die Kasse zu hat und die „Wächterin“ kein Geld annimmt. Am Ziel angekommen, vermisse ich am Ausgang das Geschrei der Busfahrer und merke, dass ich den falschen Ausgang genommen habe. Und das nach 3 Tagen Taschkent! Kein Beinbruch, ich finde den Weg zum Hotel und freue mich auf die Dusche.

Abends gehe ich zum nächstgelegenen Restaurant. Hier essen nur Männer, die sehr netten Bedienungen sind weiblich. Auch wenn die Speisekarte bebildert ist, hilft mir das nicht viel weiter, ebensowenig wie die Uebersetzungsapp. Auf den Tisch kommt dann eine Schale mit Hammel ( ??), sehr guter steuerlicher Joghurt, Gemüsezwiebeln und das obligatorische Brot. Getränk: Wasser. Bisher habe ich noch nirgends Lightgetränke gesehen, die kleinste Portionsgröße an normalem Cola hier im Restaurant ist 1,5 l. Wird wahrscheinlich ein Colafreier Urlaub für mich.

Das Fleisch ist recht fettig, aber alles schmeckt gut.

Ich bezahle ( Preis wird nicht verraten, Gisela 😃) und laufe im Dunklen erst mal am Hotel vorbei, weil es nicht beleuchtet ist .Damit ist mein Aufenthalt in Taschkent mehr oder weniger beendet Morgen geht es mit dem Zug nach Nukus, ans andere Ende des Landes ganz im Westen.

 ( Ich habe die Bilder etwas anders angeordnet. Durch Antippen sieht man die Originalgröße).

Hinterlasse einen Kommentar