Meine Rückreise beginnt praktisch, als ich das Grandhotel in Boysun verlasse. Möglicherweise bin ich der erste Tourist, der aus freien Stücken mit vollbeladen Rucksack die 13 km zum Bahnhof marschiert. Aber ich habe viel Zeit bis zur Abfahrt des Zuges und will mich ein bisschen bewegen.
Kaum habe ich die Stadt verlassen, bin ich im ländlichen Usbekistan.



Vor einem Gehöft laden mich drei Männer zum Essen ein. Ich bin aber noch satt und nehme dafür die Einladung zum Tee an.

Ich hatte geplant, kurz vor dem Bahnhof in eins der beiden Restaurants zu gehen, die Google anzeigt. Nach drei Stunden Marsch stelle ich fest, dass eins nicht existiert, das andere gerade renoviert wird.Es ist eins dieser luxuriösen, die von außen einem Palast gleichen.Zum Glück gibt es einen kleinen Laden gegenüber, ich decke mich mit Vorräten ein. Einer der Arbeiter, der mit im Laden ist, bedeutet mir, mitzukommen. Wir gehen zum Restaurant, er führt mich in einen Raum, in dem die Arbeiter ihr Lager haben, Teppiche und Kissen auf dem Boden. Er bedeutet mir, dass ich dort ein Mittagsschläfchen halten soll. Genau das mache ich auch für eine Stunde, bevor es die restlichen drei Kilometer zu Bahnhof geht.



Der Zug kommt pünktlich, mein Abteilgenosse ist ein Hubschrauberpilot, der , ebenso wie ich ,die ganze Bahnfahrt verschläft. Die erste Klasse im Zug ist sehr bequem, diesmal kein Wechselzirkus und sogar ein Fernseher ist im Abteil vorhanden.
Zurück in Taschkent funktioniert meine Taxiapp wieder nicht, weiß der Geier warum. In den anderen Städten hat’s geklappt . Ich laufe die 15 min bis zum Hotel, gebe mein Gepäck ab und suche mir was zum Frühstück. Gegen 11 Uhr bin ich zurück und checke ein. Abends gehe ich schräg gegenüber ins „Diet Bistro“ und esse Schaffleisch mit Gemüse und Pommes. Nix Diät.
Am nächsten Morgen fahre ich nach einem opulenten Frühstück mit der U-Bahn in die Stadt und steige am Markt aus.



Ich besorge mir eine neue Sonnenbrille als Ersatz für die zerbrochene und schlenderte über den Bazar. Es gibt viel zu sehen, man könnte den ganzen Tag hier verbringen.
Gegen Mittag geht’s zurück und es wird Zeit für einen letzten Teller Plov. Er wird in grossen Behältern angesetzt und schmeckt wie immer ausgezeichnet.


Zurück im Hotel beginne ich zu packen. Die restlich Zeit bis zum Abflug vertreibe ich mir mit Lesen. Der Flughafentransfer ist kostenlos und so steht der Heimreise nichts mehr im Wege.



























































































































































