Oman 2023

15.Tag: Al Jazer – Moschee ( 88 km)

Gleich am Morgen zwei Begegnungen:

Die Kleine ist zwei und will zu den Kamelen

Dann kommen mir tatsächlich zwei Reiseradlerinnen entgegen:Patricia und Jill aus Irland.

Patricia und Jill

Sie fahren die Route umgekehrt wie ich und haben den Wind gegen sich.Wenn er so bleibt, wird das noch eine schöne Schinderei bis Muskat. Wir unterhalten und lange, dann geht’s weiter.

Es wird jetzt jeden Tag heißer,mittags bis 35 Grad. Nach längerer Zeit komme ich mal wieder ans Meer.

Und gleich darauf geht’s seit Wochen steil hinauf. Ich schiebe eine halbe Stunde, dann bin ich oben.

Auf dem kargen Plateau führt die Strecke durch eine rostbraune Steinwüste.Alle 15 bis 20 min kommt ein Auto vorbei. Fast alle halten und fragen, ob ich mitfahren will. Will ich nicht, zumindest bis Salalah ist es doch mein Ehrgeiz, alles zu radeln.

Unvermittelt taucht ein Handymast in der Einöde auf und gleich darauf eine dieser kleinen, unscheinbaren Moscheen. Aber das bedeutet Schatten, Wasser, Klo und mal sehen. Ich hoffe, dass es sich nicht so aufregend gestaltet wie vor ein paar Tagen. Bis zum nächsten Ort sind es noch 70 km und dazwischen ist nichts. Also denke ich, hier werde ich es mir gemütlich machen.

Gerade als ich das schreibe, kommen zwei Autos vorgefahren.Es ist Viertel nach vier, anscheinend Gebetszeit.In schlechtem Englisch fragen die Männer nach dem Woher und Wohin,gehen aufs Klo, waschen sich und dann verschwinden sie im Gebetsraum.

Oman 2023

14.Tag: Moschee – Al Jazer ( 126 km)

Noch vor Sonnenaufgang breche ich auf, wer weiß, wann die hier anfangen mit beten.

Da war ich schon eine Weile unterwegs

Die Straße ist leer, kein Verkehr. Überhaupt kommt im Schnitt höchstens alle 5 bis 10 Minuten ein Fahrzeug.Wie immer freundliches Hupen,oftmals anhalten und fragen, ob ich was brauche. Als Radreisender kann man sich im Oman durchfüttern lassen. Trotzdem nutze ich eine Tankstelle,um etwas zu essen.

Burger nach arabischer Art

Kurz vor der Tankstelle hatte mich ein SUV im Affenzahn im Abstand von 30 cm überholt. Als der Fahrer tankt, stelle ich ihn zur Rede.Alles geht höflich und freundlich zu. Er entschuldigt sich vielmals, er hätte mich nicht gesehen.Tja, das gibt mir doch zu denken, denn eigentlich kann man mich nicht übersehen .

Weiter geht’s.Ich finde die Wüste überhaupt nicht eintönig.Es gibt immer was zu sehen.

Mittags Rast unter einem Akazienbaum (ich denke,dass es ein solcher ist). Es ist 32 Grad und der Schatten des Baumes kommt mir grade recht.

Scheint erhaltungswürdig zu sein

Die Distanz zwischen zwei Orten liegt oft bei 50 bis 80 km oder mehr.Dazwischen habe ich meist kein Netz. Wenn ich also in so einer „Lücke“ übernachte, gibt’s keinen Blog. Verloren gehen kann ich hier nicht und navigieren brauche ich auch nicht: Der Highway 42 ist die einzige Straße.

Verfahren unmöglich

Irgendwann im Laufe des Tages knacken ich die 1000 km Marke.

Bei dem Licht kann ich oft auf der Handy-Kamera gar nichts erkennen

Endlich erreiche ich Al Jazer. Eine Unterkunft gibt’s nicht, dafür eine prächtige Moschee:

Ich kaufe im „Supermarkt“ ein, telefoniere nach Hause und fahre ein Stück aus der Stadt raus. Im Windschatten eines Stalls baue ich mein Zelt auf.

Nach Salalah sind’s noch rund 430 km( und etliche Höhenmeter).

Oman 2023

13. Tag: Duqm – Moschee in der Wüste ( 102 km)

On the Road again! Der Pausentage in Duqm hat mir gut getan. Ich decke mich noch bei „meinem“ Bäcker mit Vorräten ein und verlasse die Stadt. Kein Vergleich mit der Reinfahrt. Hinter dem Flughafen biege ich auf den Highway 42 ab. Diese Straße bringt mich bis Salalah. Ich stelle fest, daß ich vergessen habe, meine Trinkflaschen zu füllen.Kein Problem. Musadi hält an und versorgt mich mit Wasser, Datteln und einem Fläschchen Öl für guten Schlaf. Es ist unfassbar, wieviel Wasser und Datteln die Omanis im Auto mitschleppen.Der Sack, aus dem Musadi mir abgibt wiegt bestimmt 5 Kilo.

Weiter geht’s.Die Strecke ist topfeben und der Wind günstig.

Flacher geht’s nicht

Irgendwann sehe ich ein Stück weit in der Wüste einen großen Pferch mit Kamelen, einem Häuschen und ein Auto davor.Ich will nach Wasser fragen und fahre hin, halte aber erst mal Abstand.Einer der beiden Männer winkt mir zu,ich soll reinkommen. Und da sehe ich, was da vonstatten geht. Eine Kamelstute wird gedeckt.

Sowas kriegt nicht jeder Tourist zu sehen

Als ich frage, ob ich mir Wasser abzapfen kann, öffnet der Mann mit der Fernbedienung den Kofferraum des Wagens und sagt, ich soll mir zwei Flaschen nehmen. Ich schaue dem Treiben noch eine Weile zu.Es sind Rennkamele, teurer als ein Einfamilienhaus.

Nach hundert Kilometern sehe ich eine kleine Moschee, wie sie hier öfter mitten im Nichts stehen.

Ein Gebetsraum für Männer ,einer für Frauen. Dieser ist durch eine hohe Mauer abgetrennt,die mir guten Windschutz bietet. Ein Klo und Wasser gibt’s auch. Ich spaehe in den Gebetsraum, ein leerer Raum mit Teppichen ausgelegt.Kein Wind. Die Versuchung ist groß, ich mache es mir gemütlich. Plötzlich fahren zwei Autos vor, ich nichts wie raus und sehe, dass sich die Männer zum Gebet versammeln. Später fährt eine Beduinenfamilie vor, sie benutzen das Klo.Die Frau kommt um die Ecke,um sich die Hände zu waschen und zieht erschrocken den Schleier vor das Gesicht als die mich sieht.Sie bedeutet mir sitzen zu bleiben und geht. Beim Wegfahren winken mir alle fröhlich zu.

Die Nacht war sehr geruhsam und windstill.

Wasserstelle

Gebetsraum

Oman 2023

12.Tag: Irgendwo in der Wüste – Duqm (121 km)

Die angekündigte Tankstelle ist nicht 20, sondern 40 km entfernt. Auch stimmt die Entfernung nach Duqm nicht, es sind noch mehr als 100 km. Also Augen zu und durch. An der Tankstelle gibt’s Brot und Kaffee. Die „Restaurants“ hier sind ziemlich schmuddelig. Diesel kostet ca. 45 Cent.

Ich brauche nur Wasser, 8 l auf 100 km

Wieder keine Orte, der Verkehr nimmt zu, ich schaue, was es so alles am Straßenrand zu entdecken gibt. Z.Bsp. das:

40 km vor Duqm ( die Schreibweise der Orte ist oft unterschiedlich) hält ein Omani mit Pkw an. Er bietet mir an, mich nach Duqm mitzunehmen. Da ich noch genug Zeit habe, lehne ich dankend ab.Haette ich das Angebot nur angenommen!! Denn jetzt beginnt der pure Horror. Um Duqm herum entsteht ein gigantischer Industriekomplex, es sind unendlich viele Schwerlaster unterwegs und die Straße ist nicht besser geworden. Niemand nimmt mehr Rücksicht auf mich, der Verkehr ist dicht und dutzende Male fahre ich ins Bankett.Der Sand dort ist weich, trotzdem fahre ich ab und zu dort,bis meine Nerven sich wieder erholt haben. Zudem herrscht jetzt starker Gegenwind.

Das infernalische Heulen des Windes, das unablaessige Lastwagen – und Pkwgedroehne setzten mir zu. Zudem hält sich kaum jemand an die Höchstgeschwindigkeit. So kommen mir solche Bilder wie Hohn vor:

Da lachen alle omanischen Hühner

5km vor Duqm hat der Sultan der Straße einen Randstreifen spendiert. Für mich geht der Albtraum zu Ende.

Nur für mich

Ich hatte in Duqm eine Ferienwohnung gebucht, weil ich hier einen Pausentag einlegen möchte. Duqm liegt ziemlich in der Mitte meiner Radroute.

Die Ferienwohnung ist schwer zu finden, sie liegt inmitten eines Baugebietes und ist eigentlich das einzige Gebäude,welches fertiggestellt ist. Ich habe 3 Schlafzimmer und zwei Bäder und eine Küche. Vor allem aber habe ich endlich meine Ruhe!!!

Da schadet der Blick aus dem Wohnzimmerfenster auch nicht mehr.

Idylle pur, aber schön ruhig
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11. Tag: Mahoud – irgendwo in der Wüste (91 km)

Im Morgengrauen stehe ich auf, packe zusammen und frühstücke ( Eieromelett mit Kichererbsen). Dann geht’s raus aus Mahout,wo gerade Markt ist. Nach 20 km ein Verkehrsknotenpunkt. Hier steht zum ersten Mal Salalah.

Markt in Mahout

Allerdings ist das der Weg über die Wüstenautobahn, meine Route über Duqm ist wesenlich länger. Kurz hinter der Kreuzung endet der Seitenstreifen, für mich bleibt nur ein kläglicher Rest.

20 cm breit ist meine Spur

Ich fahre zwar auf der Straße, aber möglichst weit rechts. Es herrscht ganz schön viel Verkehr, vor allem Lastwagen. Sie überholen mit Abstand, bei Gegenverkehr wird’s eng. Manchmal überholen Halbidioten von Autofahrern dann den Laster, wenn der gerade für mich ausweichen will. Dann wird’s eng und oft rettet mich nur ein Ausflug ins Bankett.Das gleiche gilt bei Gegenverkehr.

Ein Omani mit Kindern hält an: Fototermin.Auch für mich.

Immer ein bisschen scheu

Es geht immer weiter durch Sand- und Kieswüste.

Die Kamele hier haben gut, sie müssen nicht mal laufen

Nach rund 90 km habe ich genug, ich suche mir ein windgeschützte s Plätzchen. Für heute reichen meine Essensvorräte, morgen soll in 20 km eine Tankstelle kommen.

Oman 2023

10. Tag: Khuwayma – Mahout (149 km)

Ich bin in einem Hotel in Mahout. Auf den fast 150km vom Startort heute morgen gab es nichts. Absolut nichts! Ein Beduinendorf in den Dünen und ansonsten nur Wüste.

Beduinendorf

Bei Sonnenaufgang sah ich den Fischern beim Entladen zu. Es muss ein knochenharter Job sein, da draußen nachts zu fischen.

Dann begann meine Tour. Ich hatte 100 km geplant und dann evtl. auf die Insel Masira überzusetzen. Der Wind war günstig, die Strecke leicht wellig und führte fast schnurgerade entlang der Küste, später mehr im Landesinneren. Die einzige Abwechslung waren die Kamele.

Obwohl es noch früh war, überlegte ich, wo man hier zelten könnte. Im Grunde nirgends. Um halb zwei kam ich nach 100 km an die Kreuzung,wo es nach Masira zur Fähre ging. Hier traf ich einen jungen Motorradfahrer aus Dubai, der gerade von der Insel kam. Er meinte, nichts, was man unbedingt sehen müsste.Eine Straße führt einmal drumrum. Dafür gab er mir denn Tip, dass in ca. 50 km ein Ort käme mit Gasthäusern. Ich rechnete kurz und kam zum Schluss, dass das machbar wäre.Er gab mir noch 2 Dosen Thunfischsalat und fuhr davon. Unterwegs hatte ein Auto angehalten, der Fahrer lud mich zu sich nach Hause ein,leider in der falschen Richtung.

Es war auch mental eine ganz schöne Herausforderung,so eine Strecke zu fahren.Der Verkehr war gering, später gab es auch keinen Seitenstreifen mehr. Aber die Autos, hauptsächlich Laster, fuhren sehr manierlich.

Endlich kam ich in Mahout an. Gleich am Ortseingang gab’s ein Hotel, für 15 Rial nahm ich ein Zimmer. Sehr groß und sauber.

Zu essen habe ich noch, heute gehe ich nicht mehr vor die Tür.Beim Duschen merkte ich, wie sehr ich mir die Beine verbrannt hatte. Es war heute richtig heiß und die Sonne gnadenlos. Die nächsten Tage werde ich wohl mit langer Hose fahren müssen.

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9.Tag: ? – Khuwayma (95km )

Das war mein Lager heute Nacht:

Nicht mal so unbequem

Als ich aufwache, bekomme ich gerade noch den Sonnenaufgang überm Meer mit. Der Sturm hatte in der Nacht nachgelassen, so dass ich die Stöpsel aus den Ohren nehmen konnte. Ich packe zusammen und strample die 20 km nach Al Akharash. Der Wind ist morgens weniger stark und kommt von der Seite. Frühstücken und Vorräte bunkern, dann geht’s auf die „leere Strecke“. So leer ist es allerdings nicht, mäßiger Verkehr und nach 50km ein Ort, Oumrum. Ab in den Coffeeshop und Chicken Masala gegessen. Wird langsam mein Leibgericht.

Ich bin heute mit Bildern wieder sparsam, aber die Landschaft ändert sich nicht groß,deshalb ein Beispiel:

Wenn ich wieder WLAN habe,werde ich m einen Beitrag nur mit einer Bildauswahl machen, denn fotografieren tue ich viel.

Nachmittags eine Pause im Schatten einer Moschee im Nichts. Ein Auto kommt und der Fahrer,ein Fischer, lädt mich zu Kaffee und Datteln ein. Wir reden mit Händen und Füßen.Zum Abschied schenkt er mit noch Obst. Kann ich gut gebrauchen.

Gegen 4 Uhr beginnt die Zeltplatzsuche. Schliesslich lande ich in Kuwayama zwischen Ort und Strand. Eine bewachsene Düne bietet etwas Windschutz. Ich sitze gemütlich in meinem Stuhl, als ein Geländewagen hält.Wieder ei deutsches Paar, wieder wollten sie ursprünglichen auch mit den Fahrrädern herkommen. Sie sind schon überall rumgefahren. Für heute Nacht fahren sie an den Strand und schlafen im Auto.Ich Frage nach dem Mietpreis. 2000€ für 4 Wochen, die Dachzeltcamper kosten mehr als das Doppelte.

Während ich das hier schreibe, kommen ein paar Einheimische vorbei und geben mir zu verstehen, dass das kein guter Platz zum Zelten ist. Ich sollte weiter rauf zum Strand. Wie sich rausstellt, wimmelt es in diesen bewachsenen Sandhügeln vor Schlangen.

Also packe ich alles zusammen, es wird schon dunkel und schiebe mein Rad hoch zu den Deutschen. Die bieten mir an, gleich dazubleiben, helfen mir beim Aufbau. Inzwischen sind zwei omanische Fischer gekommen, machen Fotos und inspizieren mein Rad sorgfältig im Schein einer Lampe.Sie bieten uns an,morgen gegen sechs Uhr Fisch vorbeizubringen. Am Horizont sind die Lampen der Fischerboote zu sehen.

Was man an einem einzigen Tag alles so erleben kann…..

Oman 2023

8.Tag: Sur – ? ( 120 km)

Die Kilometerangabe lässt ahnen, dass der Wind heute günstig geweht hat. Leider tut er das auch jetzt noch in einer Stärke, dass an einen Zeltaufbau nicht zu denken ist. Ich suche Unterschlupf in einem der Strandhäuschen, die wie ein Pavillon aussehen und eine hüfthöhe Betonumrandung haben.

In Sur waren heute morgen noch die Nachwirkungen des gestrigen Unwetters zu sehen. Ich fuhr am Hafen vorbei, wo früher die Dhaus gebaut wurden. Noch für 40km führt die Strecke nach Osten, dann kommt ein 90Grad Knick und ab jetzt geht es nur noch nach Süden bis zum Zielort.

Ab der Kreuzung habe ich richtig Rückenwind und es läuft,zudem wird die Strecke flacher. Der Traum eines jeden Reiseradlers.

Ein Geländewagen hält an, zwei Deutsche, die auch Radfahrer sind, den der Flug mit Rädern aber zu teuer war. Wir unterhalten uns lange, dann geht’s weiter. Die ersten Kamele (Dromedare) kreuzen meinen Weg. Überhaupt ist die „Komfortzone“ jetzt vorbei. Die Sandwüste reicht jetzt ans Meer und ich werde bei Richtungswechseln sandgestrahlt. Für 5km wechselt die Richtung,ich fahre gegen den Wind und brauche dafür 45 Minuten.Es ist kaum ein Vorwärtskommen. Als ich zum Trinken stoppen, hält ein Auto, der Fahrer fragt, ob er helfen kann.Ich Frage nach dem nächsten Coffeshop und er erklärt mir den Weg. Als ich dort ankomme, sitzt Abdullah da und lädt mich zu einem traditionellen osmanische Essen ein.

Abdulla

Er gibt mir viele Tipps und auch seine Telefonnr. für den Notfall.

Nach dieser sehr schönen Begegnung nutze ich den Wind und fahre noch einige Kilometer. Für die nächsten beide Tage muss ich gut planen. In 25 km Entfernung kommt noch mal ein Ort, dann auf 150 km nix. Also Essen und Wasser bunkern.

Wie die Nacht im Freien war, schreibe ich morgen, wenn der Wind mich nicht fortgeblasen hat.

Oman 2023

7.Tag : Qalat -Sur (35 km)

Ich möchte mich hier bei allen bedanken, die meine Reise kommentieren.Ich lese alle,wenn ich nicht immer antworte, dann weil ich meistens noch auf dem Rad sitze. Aber ich freue mich riesig über den Zuspruch🚴🚴🐫🐫

Der Sturm hat über Nacht abgeflaut, um 8 Uhr starte ich bei Sonnenschein und leichtem Rückenwind.Auf dem Highway geht’s zügig voran, dann fahre ich durch das Industriegebiet von Sur, vorbei an LNG Terminals. In das gebuchte Hotel kann ich erst um 2 Uhr einchecken, also wasche ich mein Fahrrad, hebe 200 Rial ab, klebe meinen abgefallenen Rückspiegel wieder fest, esse ein Sandwich, höre dem Muezzin zu und bin froh, dass ich heute nicht weit radeln musste. Der gestrige Tag steckt mir noch in den Knochen.

Am Strand von Sur
Freundlicher Helfer
Nicht mein Hotel

Um 2 Uhr checke ich ein, renoviere mich und meine Ausrüstung und entspanne. Im nahegelegenen Einkaufszentrum gibt’s alles. Ich trinke einen Kaffee,gucke den Leuten zu und plane für den nächsten Tag.

Omanischer 1 €- Shop
Radleralltag 1
Radleralltag 2: Das Zelt war total verdreckt

Während ich die Bilder hochladen, bricht das Internet zusammen. Ich gehe zum Manager und er zeigt nach draußen. Es sind pechschwarze Wolken am Himmel und es schüttet aus allen Eimern.

Wolkenbruch und ich sitze im Trockenen

Der Manager erklärt, dass in den Fällen der Satellit kein Signal senden kann und es in Kürze wieder funktioniert. Ob’s stimmt, ich lasse mich gern überzeugen.

Überhaupt sind die Leute sehr freundlich hier und hilfsbereit. Das Englisch der Inder ist oft schwer zu verstehen.

Ein anderes Thema ist der Müll.Die Leute werfen alles in die Landschaft, aus dem Auto heraus wie früher bei uns. Für mich heißt das beim Fahren aufpassen, denn es ist auch viel Glas dabei.Bis jetzt hatte ich Glück und konnte immer ausweichen.

Mein heutiges Glück besteht darin, dass ich im Hotel bin und nicht draußen fahren und zelten muss.