Seit ich den Bodensee hinter mir gelassen habe, ist es merklich ruhiger geworden und die Zahl der Radfahrer hat nachgelassen.
Ich hatte mir in den letzten Tagen überlegt,ob ich wirklich die Schleife durch Luxemburg und die Eifel noch machen will.Keine Berge mehr!!Meine Beine sind schwer, also beschließe ich, einfach dem Rhein bis zur Haustür zu folgen.Und so komme ich zu einem Teil des Rheinradweges, den ich noch nicht kenne.
Beeindruckend ist der Rheinfall bei Schaffhausen.


War der Radweg bisher durchaus anspruchsvoll mit Anstiegen, so wird es jetzt flacher. Der Großraum Basel lässt sich gut durchfahren,wobei die Schweiz,was Radwege betrifft, sowie Lichtjahre vor Deutschland liegt.



Kurz vor Breisach suche ich mir einen Campingplatz, der verhältnismäßig ruhig ist.
Am nächsten Tag wechsle ich die Rheinseite und fahre auf der französischen Seite den Rhein – Rhone- Kanal entlang.



Schnurgerade unter einer Baumallee durch geht es bis kurz vor Straßburg.Nur der heftige Gegenwind stört das Fahrvergnuegen .Ich wechsle wieder die Seite und gerate dabei in ein Gewirr aus Autobahnen und Schnellstrassen.Dank NaviApp finde ich einen Feldweg,bevor es über die Rheinbrücke geht.
Schön ist es zum Radfahren hier nicht mehr. Ständig müssen Kiesgruben,Wehre, Industrieanlagen oder Kläranlagen umfahren werden. Oft ist der Weg einfach gesperrt.Umleitungen: Fehlanzeige!



Das kostet alles viel Zeit und Kraft. Nördlich von Kehl fahre ich noch mal nach Frankreich auf einen Campingplatz.Viel großzügiger als bei uns, aber genauso laut.
Ich beschließe,es gut sein zu lassen und morgen noch ein Stück zu radeln, dann in den Zug zu steigen und heimzufahren.Im Großraum Ludwigshafen und Mannheim bin ich schon mal rumgeirrt und den Rest ab Worms kenne ich auch.
Nach einer kurzen Nacht in Gambsheim geht’s wieder nach Deutschland. Heute herrscht kein Wind,es ist bedeckt und angenehm zu radeln. Trotzdem bleibe ich bei meinem Plan. Kurz vor Karlsruhe nehme ich die S -Bahn, um mir die Fahrt durch die Stadt zu ersparen.Die erste ist voll, die zweite hat Platz.Der Zug nach Mainz ist rappelvoll.

Von Ingelheim fahre ich noch ein paar Kilometer runter zum Rhein, noch einmal über den Fluss und die Heimat hat mich wieder.

















































