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Moynaq: Am See, den es nicht mehr gibt

Das Verschwinden des Aralsees ist eine menschengemachte ökologische Katastrophe.Innerhalb von 60 Jahren ist er fast völlig verschwunden.Moynaq, wo ich heute hinfahre, lag einst am Südufer,heute ist der Rest des Ses 100 km entfernt.

Ich bin früh am Busbahnhof, was gut ist, denn so bekomme ich noch einen Sitzplatz. Der Kleinbus füllt sich rasch, immer mehr Leute steigen ein, bis er rappelvoll ist.

Los geht’s und wir verlassen Nukus.Die Straße ist noch recht gut, landschaftlich gibt’s nichts zu sehen außer Weite, Ziegenherden,Baumwollfelder und Staub.In der Orten steigen Leute ein und aus, die Straße wird schlechter.Trotzdem bin ich froh, den Bus genommen zu haben, denn hier drin ist wenigstens Leben, während man im Taxi stumm neben dem Fahrer hockt. Außerdem kostet der Bus nur ein Fuenfundzwanzigstel des Taxipreises.

Nach dreieinhalb Stunden kommen wir in Moynaq an und ich fahre mit dem Taxi zum 4 km entfernten Schiffsfriedhof.Es ist das ( einzige ) Highlight hier.Eine seltsam düstere Stimmung hängt über dem Ort und man kann sich nur schwer vorstellen, dass hier einmal das Seeufer war.Es sind ein paar Touristen da, auf ihrer Jeeptour auf dem ehemaligen Seeboden zu einem Jurtencamp.

Den Weg zurück laufe ich,damit ich etwas Bewegung habe.

Vorbeim am Uhrenturm, verfolgt von einem Hund besuche ich noch die Toilette am Bazar, wo der Bus abfährt. Zwei moderne Dixiklos sind verriegelt und verrammelt.

Ich bin 45 min vor Abfahrt da und ergattere den einzigen Einzelsitz. 30 min später ist der Bus brechend voll, so dass der Fahrer früher startet, es hätte sowieso niemand mehr reingepasst. Ein Grossteil der Leute steht während der gesamten vierstündigen Start, und das bei den Straßenbedingungen. Mein Sitzfleisch wird auf eine harte Probe gestellt. Die Fahrt verläuft zäh und es fängt sogar an zu regnen. In Nukus angekommen, ist es schon dunkel. Am Parkplatz warten “ shared Taxis“, die erst losfahren, wenn sie voll sind. Der Fahrer will den dreifachen Preis, ich handel ihn auf den normalen runter. Dann werde ich noch zweimal in andere Wagen gesetzt, bis es endlich losgeht. Im Hotel angekommen, funktioniert meine Zimmerkarte nicht mehr. Nachdem alles geklärt ist, mache ich mich über meine Vorräte her, denn zum Essengehen habe ich keine Lust mehr.

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Eine Zugfahrt, die ist ( nicht immer ) lustig

Taschkent hat zwei Bahnhöfe. Mein Zug startet am Südbahnhof. Ich bin beizeiten da, kaufe noch Wasser und Proviant ein.Im Wartesaal gibt’s ein kleines Restaurant, dort esse ich noch einen Teller Plov, das hiesige Nationalgericht . Am Tisch sitzen zwei junge Deutsche, die heute einen Tagesausflug machen und ansonsten die Stan- Länder bereisen wollen. Wir unterhalten uns ein bisschen, dann müssen sie los. Ich sehe nirgends eine Anzeigetafel, der Ticketschalter ist zu und so frage ich einen „Offiziellen“, wo mein Zug abfährt.

Dann rollt er ein, ich suche meinen Platz im Wagen und richte mich ein. Mein Abteilgenosse ist ein Japaner, der bis Samarkand fährt und trotz Englischkenntnisse nicht viel spricht.

Ich schaue mir die vorbeiziehende Landschaft an, viel gibt’s nicht zu sehen. Das Land ist flach und wirkt außerhalb der Hauptstadt etwas ärmlich.

In Samarkand steigt der Japaner aus und eine halbe Stunde tut sich nichts am Bahnhof.Ich freue mich schon,den großen Rest der Fahrt allein im Abteil zu sein, aber dann beginnt der Stress: Eine Menge Leute steigen ein, der Schaffner bedeutet mir, ich soll ein Abteil weiter zu einem anderen Mann Wechsel, damit ein Paar in mein Abteil kann . Also alles zusammenpacken, umziehen, neu einrichten.

Ein paar Minuten später erscheint ein Paar, sie zetert auf Englisch los, das sei ihr Platz, ich soll verschwinden. Der überforderte Schaffner erscheint und bittet mich, wieder ins alte Abteil zu ziehen. Auch der andere Mann muss weichen. Also zusammenpacken und alles wieder auf Null.

Zurück auf dem alten Platz, sehe ich, dass dort bereits zwei Leute sitzen.Es stellt sich raus, dass sie getrennte Plätze haben.Die Frau geht,ich richte mich( hoffentlich zum letztenmal) wieder häuslich ein. Mein neuer Nachbar spricht drei Worte Englisch, er fährt bis Buchara. Hoffentlich habe ich danach Ruhe.

Platzwechsel: Er geht,sie kommt und legt sich lang . Vielleicht haben sie auch nur einen Platz gebucht und wechseln sich ab, was weiss ich ……

Hungern braucht man im Zug nicht, andauernd kommt jemand und will Essen verkaufen.Riesige Schaschlikspieße, gefüllte Teigtaschen und Süßigkeiten.

Der Zug selbst stammt noch aus früheren Zeiten,alles massiv,kein Plastik.Die Steckdose funktioniert nicht, die Klimaanlage schon.Manchmal rumpelt er ganz schön.Insgesamt ist es aber eine entspannte Art zu reisen, auch wenn es hinter Samarkand dunkel wird und ich draußen nichts mehr sehen kann.

Ab und zu bleiben wir in der Pampa stehen, die Deutsche Bahn lässt grüßen.

Mein nächster Genosse ist ein sehr korpulenter Usbeke.Wir probieren ein bisschen Unterhaltung per App, dann legt er sich zur Ruhe. Bald kommen aus seinem Mund schauerliche Laute,nicht nur Schnarchen. Beim nächsten Halt kommt das genaue Gegenteil ins Abteil: Sehr groß und spindelduerr mit Hut. Er legt sich hin und guckt Filme auf dem Handy. Es ist zwei Uhr nachts. Ich verstopfe mir die Ohren, es hilft nicht viel. Entnervt schnauze ich ihn an und Ruhe ist. Zwei Stunden später steigt er aus und ich habe jetzt das Abteil für mich. Wach werde ich erst, als der Schaffner mich energisch weckt: Der Zug hält bereits in Nukus, nix wie raus, denn die Fahrt geht noch weiter nach Russland und da will ich bestimmt nicht hin.

Von der Zugfahrt hatte ich andere Vorstellungen, ich dachte,in Taschkent belegen ich und eine zweite Person das Abteil und bleiben so bis Nukus.Das dauernd andere Leute zusteigen, hätte ich nicht erwartet.Dazu kommt, dass Paare getrennte Plätze gebucht hatten und dann per Schaffner durch Umlegen zusammenzukommen.Daher der ganze Stress.

Es ist noch stockdunkel um 6 Uhr morgens in Nukus.Mit dem Taxi ins Hotel ,duschen und noch zwei Stunden schlafen.Dann beginnt der „Arbeitstag“:

Der Grund, warum ich (und die meisten Touristen) nach Nukus kommen,ist der Aralsee, oder besser, die 10 Prozent, die davon noch übrig sind . Ich will nach Moynaq, einst die südlichste Stadt am See, heute 100 km vom Ufer entfernt. Man kann mit dem Bus hinfahren. Der Busbahnhof ist 5,5 km entfernt und ich laufe den Weg nach der langen Zugfahrt. Außerdem sehe ich was von der Stadt, wobei es eigentlich nichts zu sehen gibt.

Am Bahnhof erfahre ich,das morgens um 9 ein Bus fährt,drei bis 4 Stunden.Das Ganze auch wieder zurück.Mit dem Taxi geht’s zurück ins Hotel,denn ich muss meine Weiterreise planen.Mit viel hin und her organisiere ich einen Autotransfer für Montag,der mich nach Chiva bringt und unterwegs anhält zur Besichtigung der Wuestenfestungen.Ich hab nichts Schriftliches,hoffentlich klappt alles.Anschliessend buche ich für 4 Nächte eine Familienpension in der Altstadt von Chiva und zur guter Letzt noch ein Zugticket von Chiva nach Buchara für nächsten Freitag.3 Plätze im 6er Schlafwagen waren noch frei.Falls sich meine Pläne ändern,kann ich den billigen Ticketpreis verschmerzen, aber sicher ist sicher.

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Taschkent ( Altstadt)

Ich steige an der Metrostation Chorsu aus. Hier befindet sich auch der riesige Chorzu-Bazar. Was es hier nicht gibt, gibt es nirgendwo. Das Ganze hat durchaus System und ist nach Bereichen geordnet.

Zum Teil überdacht, zum Teil im Freien, packen die Obst- und Gemüsehändler schon um 10 Uhr morgens ein.

Ich verlasse dem Markt, werde aber auf dem Rückweg zum Essen in der Markthalle noch mal zurückkommen. Die Sowjets haben ihre breiten Straßen rücksichtslos durch die Altstadt von Taschkent getrieben, so dass nicht mehr viel ursprüngliches erhalten ist. Heute versucht man durch Neubauten im alten Stil das ganze wiederherzustellen. So könnte es früher hier ausgesehen haben:

Noerdlich des Bazars führt mein Weg zu den Mausoleen berühmter Imane. Allmählich habe ich das Gefühl, an der Seidenstraße angekommen zu sein.

Der Komplex rund um die Hazrati-Imam- Moschee ist riesig. Überall wird gebaut, gewerkelt, gepflastert und natürlich gereinigt. Es ist heiß, ich gehe in eins der Mausoleen hinein. Drinnen ist es ziemlich dunkel und es gibt nicht viel zu sehen. Hier in der Altstadt sind jetzt auch einige Reisegruppen zu sehen, ich bin aber eigentlich froh, allein unterwegs zu sein. Mein kulturelles Interesse, wer in welchem Mausoleum liegt und was die Koraninschriften bedeuten, hält sich in Grenzen. Meine kulinarischen Interessen bringen mich zurück zum Markt, wo ich zu Mittag esse:

Nein, das nicht

Ich bestelle mir einen Schaschlikspieß, an meinen Tisch setzt sich noch eine Familie mit Kleinkindern, die nicht essen wollen und schreien. Der Vater droht ihnen Schläge mit dem Brotkorb an, ob im Ernst oder nicht, weiß ich nicht. Die Oma schlürft derweil die Suppe und Salat.

Nach dem Essen marschiere ich wieder Richtung Neustadt, die Skyline der Taschkenter Innenstadt immer im Blick.

Die CityMall könnte in jeder anderen Großstadt stehen, mit den üblichen Geschäften und Foodcourts. Aber es ist klimatisiert und es gibt einen riesigen Outdoorladen. Ich brauche nichts. Bei den Preisen frage ich mich, wie die Usbeken sich das leisten können, zumindest bei den ausländischen Marken. Hier im Einkaufszentrum kann man auch Autos kaufen, chinesische E- Autos in allen Variationen.

Ein besonders üppiges Schlachtschiff von BYD kostet umgerechnet 31000€. Vielleicht sollte ich…… ?

Allmaehlich werde ich müde und spüre meine Beine. Gestern und heute bin ich viel herumgelaufen. In der Fußgängerzone setze ich mich in ein Cafe und drinke einen Latte, der gut schmeckt. Eigendlich wollte ich mit dem Taxi zurück, aber die Metrostation ist nur wenige Meter entfernt. Also rein ins Getümmel und umsonst gefahren, da die Kasse zu hat und die „Wächterin“ kein Geld annimmt. Am Ziel angekommen, vermisse ich am Ausgang das Geschrei der Busfahrer und merke, dass ich den falschen Ausgang genommen habe. Und das nach 3 Tagen Taschkent! Kein Beinbruch, ich finde den Weg zum Hotel und freue mich auf die Dusche.

Abends gehe ich zum nächstgelegenen Restaurant. Hier essen nur Männer, die sehr netten Bedienungen sind weiblich. Auch wenn die Speisekarte bebildert ist, hilft mir das nicht viel weiter, ebensowenig wie die Uebersetzungsapp. Auf den Tisch kommt dann eine Schale mit Hammel ( ??), sehr guter steuerlicher Joghurt, Gemüsezwiebeln und das obligatorische Brot. Getränk: Wasser. Bisher habe ich noch nirgends Lightgetränke gesehen, die kleinste Portionsgröße an normalem Cola hier im Restaurant ist 1,5 l. Wird wahrscheinlich ein Colafreier Urlaub für mich.

Das Fleisch ist recht fettig, aber alles schmeckt gut.

Ich bezahle ( Preis wird nicht verraten, Gisela 😃) und laufe im Dunklen erst mal am Hotel vorbei, weil es nicht beleuchtet ist .Damit ist mein Aufenthalt in Taschkent mehr oder weniger beendet Morgen geht es mit dem Zug nach Nukus, ans andere Ende des Landes ganz im Westen.

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Taschkent (Neustadt )

Wer sich nicht sicher ist, ob er schon zum alten Eisen gehört, sollte in Taschkent die Metro benutzen. Sobald jemand für einen aufsteht, weiß man’s.Die Hinfahrt in die Innenstadt war ein Vergnügen, die Rückfahrt im vollgestopften Zug eher nicht.

Auf jeden Fall ist es der schnellste Weg, um ins Zentrum zu gelangen: Der Timur -Platz. Er ist quasi der Nationalheilige der Usbeken.

Und so sieht er von der Seite aus:

Es sind einige Besucher und Schulklassen da, alles geht sehr geordnet zu. Kein Vergleich zu den Menschenmassen in europäischen Großstädten.

Was einem in Taschkent sofort auffällt,sind die vielen Parks und die Sauberkeit.Kein Müll,keine Graffitis, sogar die Grünanlagen werden gekehrt.

Es dauert einige Zeit,bis ich mich in der Stadt zurechtfinde.Taschkent besteht aus Altstadt und Neustadt,wobei die Neustadt nach dem Erdbeben von 1966 im sowjetischen Baustil errichtet wurde.Mehrspurige Straßen, Plattenbauten und jede Menge Denkmäler. Der Verkehr ist gewaltig und es empfiehlt sich beim Überqueren der breiten Straßen trotz Fußgängerampel wachsam zu sein.

Ich streife durch die Stadt, orientiere mich in etwa am Reiseführer, lande in einem Einkaufszentrum, suche Schatten in Parks und mache an einem der vielen Straßenimbisse Mittagspause. Dort esse ich das, was alle essen: Somos ( gefüllte Teigtaschen) mit Tee. Der Kaffee hier ist relativ teuer und schmeckt nicht besonders.

Taschkent ist eine sowjetisch geprägte Stadt, es gibt keine Monumentalbauten wie in europäischen Metropolen.Die Dreimillionenstadt hat trotzdem ihren Reiz.Vor allem ist sie weitläufig und nicht mit Touristenmassen überlaufen.Man sieht wenige Europäer, aber sehr viele junge Leute, gut gekleidet und sehr hoeflich. Dass Ringen usbekischer Nationalsport ist, sieht man an den usbekischen Männern über dreißig: Sie haben fast alle eine typische Ringerfigur. Mit der Schrift habe ich so meine Probleme, ebenso mit den riesigen Geldsummen. Es dauert immer, bis ich die großen Beträge im Kopf umgerechnet habe.

Nach dem Essen marschiere ich im großen Bogen zurück und komme am Taschkenter Bolschoitheather vorbei, wo innen gerade eine Oper geprobt wird,der Musik und dem Gesang nach zu urteilen.

Und das wird im September gespielt:🤗

Leider ist noch nicht geöffnet, ich wäre gerne mal reingegangen, nur zum Gucken natürlich. Die Preise für die Aufführungen sind, wie ich an der Kasse sehe, äußerst moderat.

Der weitere Rückweg führt dann vorbei an Denkmälern, über die Flaniermeile zurück zu Metro, wo diesmal drangvolle Enge herrscht.Selbst wenn jemand aufstehen wollte,ist das nicht möglich. Ich warte 2 Züge ab, bis ich reinkomme. Selbst Taschendiebe kämen hier an ihre Grenzen. In einem kleinen Supermarkt kaufe ich mir noch Getränke, dann geht’s zurück ins Hotelzimmer und unter die Dusche.

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Aller Anfang ist schwer….

Um 5 Uhr klingelt der Wecker , um 6 Uhr sitze ich im Zug, der ( wie üblich), mehrmals außerplanmäßig hält. Erste Nervositätserscheinungen. Am Flughafen Terminalwechsel, der Airtrain fährt nicht, ich suche im Regen den Pendelbus. Am Schalter ist die Schlange der Leute, die wie ich online eingecheckt haben, am längsten.Alle brauchen ihre Bordkarte, ich stelle mich in die kurze Schlange, es klappt. Bei der automatischen Ausweiskontrolle werde ich für längere Zeit zwischen zwei Sperren festgehalten, weil bei meinem Vorgänger irgendwas nicht stimmt. Die anderen gehen rasch durch die persönliche Kontrolle. Die zweihundert Leute, die dann am Boardinggate warten, machen den Bock auch nicht mehr fett. Fazit:Alles, was online oder elektronisch gemacht wird, dauert ewig. Und ab geht’s in den ausgebuchten Flieger von Qatar Airways. Eine empfehlenswerte Gesellschaft, viel Beinfreiheit und erstaunlich gutes Essen. Nach fünfeinhalb Stunden Zwischenlandung in Doha, drei Stunden Wartezeit und dann nochmal zwei Stunden im stehenden Flugzeug, weil es einen Defekt gibt. Dafür drückt der Pilot auf die Tube und holt alles bis auf eine halbe Stunde wieder auf. Der Anflug auf Taschkent gleicht einem Sturzflug. Das Flugzeug ist halb leer, ich schlafe auf einer Dreierreihe die meiste Zeit.

Die Ankunftshalle in Taschkent ist nach meinem Geschmack, alles in einem Raum: Eintreten, Passkontrolle, 10 m weiter das Kofferband. Das Gepäck ist ruckzuck da, ich wechsle Geld und kaufe mir eine SIM-Karte mit 50 GB für 4 Euro. Das ganze hat alles keine 15 min gedauert. Draussen Horden von Taxifahrerin, ich gehe ein Stück weiter und probiere meine Taxiapp aus. Aber irgendwas scheint nicht zu funktionieren, trotzdem hält jemand und fährt mich für 10 Dollar ins Hotel. Selbst ich feilsche nachts um 3 Uhr in einer fremden Stadt nicht um ein paar Euro 😄.Um halb vier bin ich im Zimmer und schlafe auch ziemlich bald ein.

Das Frühstück habe ich verschlafen, ich erkunde die Umgebung und suche ein Bank. Beim Bezahlen im Hotel haben beide Kreditkarten nicht funktioniert. Ich habe zwar Bargeld dabei,aber nicht genug für 4 Wochen.Leichte Panik. Mit dem Bus fahre ich ins Zentrum und suche einen Geldautomaten mit angeschlossener Bank, falls die Karte eingezogen wird. Aber alles funktioniert und ich bin erleichtert. Da die Busfahrt ewig gedauert hat, fahre ich mit der Metro zurück. Auch hier klappt alles , mit Händen und Füßen und GoogleMaps. Die Ubahn ist gerammelt voll, aber alles geht sehr gesittet zu, man macht Platz für ältere Menschen.Eine Fahrt kostet 15 Cent, der Busfahrer wollte gar kein Geld.

Nachmittags haue ich mich noch mal aufs Ohr, esse hier im Hotel und das war’s dann.

Morgen beginne ich mit dem touristischen Teil und dann gibt’s auch Bilder zu sehen.

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Vorbereitungen

6 Wochen vor Abflug buche ich einen Flug mit Qatar airways von Frankfurt über Doha nach Taschkent,der Hauptstadt Usbekistans. Es ist der beste Kompromiss aus Zeit und Preis für mich.

Meine Reiseroute habe ich so geplant, dass ich zuerst weit in den Westen des Landes fahre und mich dann langsam “ zurückarbeite“. Das hat den Vorteil, am Ende der Reise nicht irgendwo weit weg von der Hauptstadt zu sein und Schwierigkeiten zu haben, zurückzukommen. Denn die Züge sind schnell ausgebucht. Das merke ich, als ich online ein Ticket von Taschkent nach Nukus suche. Eine 16 Stunden lange Zugfahrt im Schlafwagen erster Klasse. Der gewünschte Abfahrtstag ist nicht mehr verfügbar, für den nächsten Tag ist noch was frei. Ich buche über die Usbekistan railway app,geht auch auf Englisch.

Der Preis von 679000 usbekischen Som entspricht etwa 47€.

Nachdem das geregelt ist, reserviere ich mir für Taschkent und Nukus Hotelzimmer.Von da an schaue ich jeweils vor Ort, wie es weitergeht.

Ein Wort noch zu den Schreibweisen der Namen: Sie sind oft unterschiedlich, ich halte mich daher mal an die Bezeichnungen des Reiseführers ( den ich mir in der Zwischenzeit angeschafft habe).

Die Hauptsprachen in Usbekistan sind Usbekisch und Russisch. Ich brauche also eine Uebersetzungsapp, um mich durchzuschlagen.

Auch meinen Blog bei WordPress habe ich durch ein Abo um mehr Speicherplatz und eine Domain erweitert, deshalb hat sich auch der Webseitennamen geändert.

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Von der Idee zur Durchführung

Wohin? Nach Usbekistan?Wie kommst du denn darauf?

Das waren die Kommentare,als ich zum erstenmal meinen neuen Reiseplan ansprach. Ja,wie kam ich auf diese Idee? Beim Stöbern in Radreiseblogs fiel mir der Bericht einer Östereicherin auf, die letztes Jahr den Pamirhighway gefahren ist und anschliessend „Urlaub“ in Usbekistan machte.Mir gefiel der Bericht und die Bilder und so begann ich mich zu informieren.

Es gibt einige Berichte von Alleinreisenden in Usbekistan im Internet und die Hauptempfehlung war das Reisen mit dem Zug.Man kann die Tickets online buchen ( möglichst frühzeitig) und die Preise sind ausgesprochen niedrig. Der September und Oktober sind angenehme Reisemonate mit erträglichen Temperaturen und kaum Regen.So langsam kristallisierte sich ein vager Plan in meinem Kopf und ich begann mit den Vorbereitungen.