Mozzarabischer Jakobsweg

Tag 1: Malaga – Almogia

Nachdem die Anreise nach Malaga noch bei halbwegs gutem Wetter stattfand, fing es abends an zu schütten.Die ganze Nacht durch und auch heute, bis ich mein Ziel Almogia erreicht hatte.

Von Malaga Zentrum nahm ich einen Bus bis zum Stadtrand,um mir die Lauferei durch die Stadt zu ersparen.Nach einem Frühstück machte ich mich auf den Weg und sah schon nach 500 m, dass der Camino nicht begehbar ist. Also auf die Straße ausweichen und den langen langen Anstieg nach Almogia in Angriff nehmen.Es schüttete aus allen Kübeln. Zum Glück war wenig Verkehr.Immer wieder begegnete mir der Zivilschutz,erkundigte sich nach mir und gab mir auch den Code für die Alberge. Die Verwüstungen,die die Unwetter der letzten Wochen angerichtet haben,sind deutlich zu sehen.Auf der Passhöhe riss der Himmel auf,es hörte auf zu regnen und ich sah mein Tagesziel und auch die Berge der Sierra Nevada,die sonst im Dunst lagen.In der Herberge war bereits eine Pilgerin aus Lettland,die die Strecke mit dem Bus gefahren ist .Duschen,Wäsche waschen,alles zum Trocknen aufhängen,einkaufen und ausruhen.Die Herberge hat acht Betten und Heizung,glaube nicht,dass heute noch jemand kommt.Der Zivilschutz hat uns mitgeteilt,dass wir morgen die Straße gehen müssen,weil auf dem Camino mehrere nicht passierbare Flüsse entstanden sind.Jetzt,wo ich das schreibe,setzt der Regen wieder ein. Ich bin froh,im Trockenen zu liegen und bin in guter Stimmung.Huefte und Bein haben mitgemacht,was will man mehr.

Die Spur rechts wurde zum Fluss
Almogia, mein Etappenziel
Warnung vor den Autofahrern