Via de la Plata

19.Etappe:Zamora – Montemarta (20 km)

Die Nacht war grauenhaft.Der Spanier neben mir schnarchte ununterbrochen,trotz Ohrstöpsel könnte ich nicht schlafen.Ziemlich gerädert ging’s dann früh aus Zamora raus,vorbei an Industriegebaeuden, Müllhalden und den zahlreichen im Straßengraben entsorgten Kühlschränken, was hier anscheinend normal ist.Dann ging’s ins Feld und der Weg wurde wieder schön.Eine Blase drückte immer noch, zum Glück war die Etappe nicht so lang.Montemarta ist eines der üblichen spanischen Dörfer,kaum Menschen zu sehen.Landwirtschaft ist hier vorherrschend.An einer Stelle passierte ich die Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid- A Coruna. auch ein Zug zischte leise vorbei,war sehr beeinduckend.Wir buchten uns im Casa rurales Tio Bartoldo ein,quasi ein Ferienhaus mit Küche.Heute musste ich ran : Ich habe den anderen erzählt,dass ich daheim auch mal koche.Also gab’s Spaghetti mit Hackfleisch Soße.Ich kaufte ein und das Fleisch briet sich fantastisch.Richtig gutes Rindfleisch.Allen schmeckte es und der Koch war zufrieden.Ab morgen habe ich wieder genügend Datenvolumen,dann werden die Bilder nachgereicht.Morgen komme ich auch an den Ort, wo sich der Weg teilt.Geradeaus geht’s auf d e n Jakobsweg, links auf den Camino Sanabres, dem ich folgen werden.Santiago werde ich nach meinem Zeitplan nicht erreichen,aber das war von Anfang an nicht unbedingt mein Ziel.In der Osterwoche wird da zu viel los sein.Ausserdem laufen sehr viele Spanier erst in Ourense,meinem Zielort,los ,um die letzten 100 km bis Santiago zu pilgern und damit die Bescheinigung zu bekommen.Entsprechend voll werden die sowieso nicht zahlreichen Herbergen sein.Da ich schon mal in Santiago war,die Kathedrale und den Weihrauchkessel gesehen habe, brauche ich da nicht mehr hin.Selbst ohne meine Fussprobleme wäre es zeitlich knapp gewesen.Also werde ich von Ourense aus mit dem Bus nach Porto fahren und mir die Stadt anschauen,bevor es von dort aus nach Hause geht.

3 Kommentare zu „19.Etappe:Zamora – Montemarta (20 km)

  1. Hola Bernhard,
    Du pilgerst tapfer weiter (in Sandalen und Wanderschuhen), meine Hochachtung hast du jedenfalls. Schnarchende Schlafgenossen sind doof, aber nette und interessante Weggefährten machen sicher einiges zum Gelingen deiner Pilgertour aus.
    Weiterhin ¡buen camino y buena suerte!

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  2. Wenn wir das nächste Mal bei unserem Lieblingsitaliener essen gehen, müssen wir wohl etliche Zeit mehr einplanen, damit du ausführlich berichten kannst. Wir sind schon gespannt drauf!!!

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