5-Länder-Runde

1. – 3. Tag ( aller Anfang ist schwer)

Nachdem es in der Nacht abgekühlt und geregnet hatte, starte ich die Radtour gegen Mittag.Eva begleitet mich heute ein Stück. Von der Haustür weg bis Martinstal noch flach,beginnen ab hier die Steigungen.Untrainiert und vollbepackt bekomme ich eine Ahnung, was mich erwartet.

Beim Chausseehaus verabschiedet sich Eva und ich fahre immer weiter bergauf, bergab.Der Weg ist geschottert,obwohl ich noch nicht auf dem Limesradweg bin. Ich beschließe, erst hinter Idstein auf den Weg zu stoßen und suche nach einer Möglichkeit zum Zelten. Gar nicht so einfach, etwas zu finden. Schließlich entdecke ich ein vom Angelverein benutztes Gelände.Ich warte,bis es fast dunkel ist und baue dann mein neues Zelt auf.Geht Ruck Zuck.

Nach einer fast schlaflosen Nacht ( ist bei mir immer so am ersten Tag) geht’s am Morgen um 6 Uhr los. Heute erwartet mich der Härtetest.Ich stoße auf den Limes-Radweg und wie erwartet geht es steil auf und ab.Ich muss heute oft schieben, der grobschottrige Weg ist mit dem schweren Rad nicht fahrbahr.Was mir auffällt ist,dass Ausschilderung sehr zu wünschen übrig lässt.In Glashütten mache ich bei Rewe Frühstückspause. Handy aufladen geht aus versicherungstechnischen Gründen nicht,ebenso das Befüllen der Wasserflaschen.Auch in den Toiletten funktioniert das nicht. Dafür sind auch hier die Preise gesalzen.

Jetzt kommt der schwerste Teil.Es geht hoch zum Feldberg, und das nicht auf der Straße,sondern auf Waldwegen steil hoch.Ich schiebe.Als Abkürzung benutze ich den europäischen Fernwanderweg, das schwere Rad lässt sich kaum vorwärts bewegen. Heute büße ich alle meine Sünden. Völlig fertig komme ich oben an, zu sehen gibt’s nicht viel, trockene Sachen anziehen und dann eine lange Anfahrt bis zur Saalburg.

Dort ist jede Menge los und ich fahre schnell weiter.In Butzbach mache ich in der Altstadt Pause und esse einen Döner (viele andere werden wahrscheinlich noch folgen…).Dann wird’s langsam Zeit für ein Übernachtungsplätzchen.Auch hier nicht so einfach.Einige Kilometer außerhalb finde ich entlang einer Bahnstrecke etwas.Im Wald möchte ich eigentlich nicht mehr zelten, aus verschiedenen Gründen.Wildzelten ist in Deutschland verboten, Biwakieren nicht.Die Nacht ist so la la.Morgens weckt mich früh die Sonne. Eigentlich wollte ich Kaffe kochen,habe aber kein Feuerzeug dabei.

Der Limesradweg erreicht jetzt kurz vor Gießen seinen nördlichsten Punkt und dreht dann nach Süden ab.Auch sind jetzt die Wege geteert und viel flacher.Ab und zu schaue ich mir einen rekonstruierten Wachturm an .Heute ist es sehr heiß,ich schwitze und trinke viel.Nach den zwei Zeltnächten ist mir mehr nach einem Zimmer mit Dusche zumute.In Ravolzhausen werde ich fündig. Für 55€ gibt’s ein Doppelzimmer und Abends im Ort noch etwas zu essen (richtig geraten).

Mein linkes Bein macht nicht mehr Beschwerden als sonst auch.Soweit so gut. Für meinen Tennisarm war die gestrige Schieberei Gift. Aber noch ist es auszuhalten. Morgen steht eine kurze Etappe an,ich besuche Sonja und Dirk in Aschaffenburg.

4 Kommentare zu „1. – 3. Tag ( aller Anfang ist schwer)

  1. Liebe Grüße an Sonja und Dirk!! Hoffe, du hast gut geschlafen! Lustig über Deutschland–und Orte, die ich kenne–zu lesen, statt Spanien😃Viel Spass heute!

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  2. Hallo Bernard,
    Schön dich auf dienem Radtour durch Europa digital begleiten zu können.
    Ich hoffe, du werds dies ohne zu viele körperliche Probleme genießen.
    Viel Spass heute

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